Der Automotive Aftermarket muss in den Innovationsmodus schalten

Wolfgang Vogl
4. Mai 2022
Speed4Trade Wolfgang Vogl

Vom digitalen Prozess zum innovativen Geschäftsmodell

Wettbewerbsfähig im digitalen Automotive Aftermarket zu sein, hat verschiedenste Facetten. Ein einzigartiges Geschäftsmodell oder ausgezeichneter Service dem Kunden gegenüber. Nicht zuletzt sind es auch die Prozesse, die über den Erfolg entscheiden. Händler und Hersteller im Bereich Autoteile, Reifen oder Services müssen ihren jeweils eigenen Innovationsmodus finden. Passend zu Unternehmen und Geschäftsmodell. Einer tragfähigen Lösungsarchitektur kommt dabei eine Schlüsselrolle zu.

Der Wettbewerb wird härter

Was alle Autoteilehersteller und -händler eint, sind fundamentale Veränderungen in der Branche: Der Wettbewerb um den Teile-, Zubehör- und Reifenmarkt wird härter. Aufgrund digital vernetzter Fahrzeugkomponenten und Serviceprozesse ergeben sich neue Anforderungen für alle Marktteilnehmer. Bislang klar abgegrenzte Marktstrukturen weichen auf. Freie Werkstätten greifen ergänzend zu IAM-Teilen verstärkt auch zu OE-Teilen.

Unternehmen verschmelzen und internationalisieren. Neue Kooperationen gehen an den Start. Verbände organisieren sich neu. Die Automobilhersteller wandeln sich vom Fahrzeugbauer hin zum Mobilitätsanbieter. Marktplatzriesen wie Amazon entdecken das Teilegeschäft als gewinnbringendes Geschäftsfeld. Kurz gesagt: Der Aftermarket sortiert sich neu. In der Folge müssen sich die Anbieter neu finden.

Auch ohne Forschungsabteilung sind Innovationen möglich

Warum tut sich besonders der Automotive Aftermarket so schwer mit der digitalen Transformation? Ihm fehlt im Vergleich zur Industrie die Forschungs- und Entwicklungsabteilung und damit der organisatorische Rahmen, um digitale Innovationen gezielt zu entwickeln. Oft hilft es, ein Vorhaben pragmatisch anzugehen. Das heißt, Lernen in konkreten Projekten. Erfolgreich sind häufig diejenigen, die schlank starten und durch kurze Lernschleifen kontinuierlich wachsen.

Im Prinzip machen die Vorzeige-Start-ups im E-Commerce auch nichts anderes. Sie starten „lean” mit schlanken Lösungen und lernen über schnelle Feedback-Schleifen direkt im Projekt und am Kunden, was funktioniert und was nicht. Das kann man bei „agilen” Portalen wie zum Beispiel Autodoc oder Tyre24 sehr gut beobachten. Fast täglich sind Änderungen und Optimierungen am Internetangebot zu erkennen.

Professionelle Dienstleister beschleunigen den Innovationsprozess

Um nicht ganz bei null starten zu müssen, ist es sinnvoll, sich für die ersten Projekte erfahrene Dienstleister mit ins Boot zu holen. Wichtig hier: Neben guten Projektreferenzen in der Softwareentwicklung auch auf einschlägige Branchenerfahrung achten. Von Vorteil ist weiter, wenn der Anbieter bereits bewährte Komponenten zur Integration von Schnittstellen und Systemen sowie Komponenten zum Bau von Online-Plattformen im Portfolio hat. Dann heißt es, in Kombination mit dem eigenen Team und den Lösungsspezialisten die ersten Projekte zu starten. Für Neues gibt es nun mal keine fertige Blaupause, das liegt in der Natur der Sache. Da bleibt nur ausprobieren und lernen.

Veränderung bringt immer auch viele Chancen mit sich. Betrachten Sie die Digitalisierung als Motor für neue Märkte, Kunden und Umsatzpotentiale. Wettbewerbsfähig agieren bedeutet vor allem auch, die Zeichen der Zeit zu erkennen. Es ist nicht zu spät, aber höchste Zeit, das Geschäftsmodell auf tragfähige Säulen zu stellen. Der Markt bietet probate Lösungen, um ein Business profitabel zu expandieren und Prozesse zuverlässig zu integrieren.

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